ULRIKE MARIA STUART

2015
Werkraum Münchner Kammerspiele/OFS
A: Elfriede Jelinek / R: Pia Richter / B: Michael Schmidt / 
K: JanaSchützendübel / M: Daniel Door / V: Florian Schaumberger/ 
D: LauraGuhl

Mit
Marie Fischer, Alina Stiegler, Jonas Grundner-Culemann, Max
von der Groeben, Benjamin Holtschke, Fabian Ringel, Felix Utting
„Es frißt ja auch die Revolution ihr eignes blödes Kind,
ein klügeres konnt sie nicht kriegen, wohl bekomms.“
(Elfriede Jelinek)
Die BRD der 70er Jahre. Die linke Revolution ist am Ende – aber in der RAF tobt der Kampf weiter. Auf der Folie von Friedrich Schillers „Maria Stuart“ lässt Elfriede Jelinek die beiden Königinnen des Terrors, Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin, noch einmal auf einander treffen: Ein erbittertes Ringen um Macht, Anerkennung und – natürlich – einen Mann, der einfach unverschämt gut aussieht in seiner Lederjacke.
Eingeladen zum Your Chance Festival in Moskau und zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg

 

Gefördert durch die Richard Stury Stiftung, sowie mit freundlicher Unterstützung der Firma hochhinaus

Eindruck macht auf jeden Fall Pia Richter von der Münchner Otto-Falckenberg-Schule. Elfriede Jelineks „Ulrike Maria Stuart“ ist bei ihr ein analytisches Spiel zwischen Kälte und Coolness, abgeklärt, reflektiert, mit einem individuellen Zugriff, der das bei Jelinek angelegte, in früheren Inszenierungen aber eher zweitrangige Mutterschaftsthema in den Mittelpunkt stellt. Eine kluge Inszenierung

Nachtkritik, 15. Juni 2015